Aktuelles Heft

Cover Gemeindebrief 2018-02

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25 Jahre Diakonieverein

Gemeindebrief-Ausgabe 2/2018
(Juni – September 2018)

Liebe Gemeinde,

mit BEGEISTERUNG, mit einer zündenden Idee und mit Menschen, die für diese Idee brennen und andere dafür begeistern wollen, beginnen alle wichtigen Aufbrüche und Bewegungen. Wenn die Begeisterung verloren geht, wenn die Menschen nicht mehr mit Lust und Freude dabei sind, geht die Überzeugungs- und Strahlkraft einer Gemeinschaft verloren. Gott sei Dank erleben wir in unserer Kirche immer wieder Menschen, die neue und gute Ideen haben und andere mit ihren Ideen und Überzeugungen begeistern können. 

In diesem Jahr feiern wir drei große Jubiläen: Unser Posaunenchor wird 50 Jahre alt, unser Diakonieverein und Miteinander reden feiern ihr 25-jähriges Bestehen. Auch bei diesen Einrichtungen gab es zuerst eine Idee und dann Menschen, die über ihre Begeisterung andere ansteckten. 

Vor 50 Jahren war es Pfarrer Winkler, der sich unbedingt einen Posaunenchor in seiner Immanuelkirche wünschte. Anstatt Überzeugungsarbeit in der Gemeinde zu leisten, überredete er den großzügigen Besitzer der nahen Wiedefabrik, ihm acht Blasinstrumente zu finanzieren. Diese wurden angeschafft und im Gemeindesaal zur Besichtigung ausgelegt. Und auf einmal standen dort viele, in denen die Lust für diese Musik geweckt war und die sich bewarben, diese Instrumente zu spielen. Frau Krug kam etwas später dazu, aber sie war so begeistert, dass sie heute noch im Posaunenchor dabei ist.

Auch die Entstehungsgeschichte des Diakonievereins zeigt, dass es immer wieder Engagierte in der Gemeinde gab, denen es wichtig war, dass die Diakonie als tätige Nächstenliebe ein wesentlicher Ausdruck christlicher Existenz ist. Ich erinnere mich noch gut an Schwester Lina und Herrn Schattenmann, die in den 2000er Jahren auch in Nazareth sehr überzeugend für die Mitgliedschaft in der Diakonie warben. Und natürlich ist mir Pfarrer Seißler in Erinnerung, wie er begeistert vertrat, dass die Diakonie in die Gemeinden gehört und nicht aus den Kirchengemeinden auswandern darf. 

Und ganz genauso war es auch bei Miteinander reden. (S. 17) Mit BE-GEISTERUNG; mit Pfingsten hat alles angefangen. 

Aber es braucht immer wieder Menschen, die sich auch begeistern lassen. 

Es braucht Menschen, die überzeugend Nächstenliebe leben und mit aufrechtem Gang erlöst und befreit durchs Leben gehen.

Ihr Pfarrer Markus Rhinow

„Tradition ist nicht das Halten der Asche, sondern das Weitergeben der Flamme.“ - Thomas Morus