Unsichtbar - in der Mitte der Gesellschaft? Gesicht zeigen gegen Antisemitismus!

Ein Kunstprojekt von Peter Krullis und Lissi Maier-Rapaport 

Freitag, 24.06.2022 - Freitag, 16.9.2022
Eröffnung am Donnerstag 23.6.2022 um 19:00 Uhr

Nazarethkirche

nazareth.projekt – interreligiös und interkulturell
81677 München, Barbarossastr. 3

 

Begrüßung durch Markus Rhinow , Pfarrer der Immanuel-Nazarethkirche

und Marian Offmann Beauftragter für interreligiösen Dialog der Stadt München

Fredy Kahn erzählt von seiner jüdisch-schwäbischen Familiengeschichte

Musikbegleitung von Christian Seidler (Flügel) und Rafael Alcántara (Saxophon)

 

Im Mittelpunkt des Kunstprojektes stehen Fotoportraits, die zusammen mit einem persönlichen Statement der jeweiligen Personen präsentiert werden. Die Fotos zeigen Menschen jüdischer und nichtjüdischer Herkunft, die sich beteiligt haben, um gegen Antisemitismus Stellung zu beziehen. Der  dokumentarische Teil wird durch Fragebögen und deren Auswertung in einer Zusammenfassung präsentiert.

Kontinuierlich steigt die Zahl der antisemitischen Straftaten in Deutschland an und bewegt sich auf hohem Niveau. Hinzu kommt der Antisemitismus im Alltag. So wird im Schulhof „Du Jude“ als Schimpfwort benutzt, jüdische Stereotypen finden wieder Verbreitung und direkte verbale oder physische Angriffe finden statt, die gar nicht zur Anzeige kommen. Befeuert wird der Anstieg auch durch die Pandemie und die damit zusammenhängenden Verschwörungsmythen sowie Hass gegen Israel.

Viele Personen jüdischer Herkunft, ob religiös oder säkular, die in Deutschland leben, beginnen deshalb ihre Identität zu verbergen, da sie sich nicht mehr sicher fühlen. Aus diesem Grund scheint es den Kunstschaffenden notwendig, sich immer wieder mit dem Thema Antisemitismus auseinander zu setzen – nicht das Jüdischsein bzw. das Leben der Menschen jüdischer Herkunft in Deutschland muss thematisiert werden, sondern der gesellschaftliche Umgang damit, der es immer wieder aus der Selbstverständlichkeit heraus hebt. Dies und die persönliche Begegnung ist eines der Kernanliegen des Projektes.