Aktueller Gemeindebrief

Liebe Leserin, lieber Leser,

 

ganz im Sinne der Jahreslosung – „Siehe, ich mache alles neu“ (Off 215) – möchten wir Sie im vorliegenden Gemeindebrief über Umstrukturierungen, Neuerungen und Entwicklungen in unserer Gemeinde informieren.

Nicht nur Kirchenbauten erfahren eine Umwidmung und wandeln sich in profane Räumlichkeiten, – wie Sie auf den Fotos auf der Titelseite und auf den Seiten 7f. sehen können – ganze Kirchengemeinden werden durch den Beschluss der bayerischen Landeskirche in größere Regionalgemeinden umstrukturiert. Über diese Pläne, die auch unsere Gemeinde betreffen, gibt Pfarrer Rhinow einen detaillierten Überblick. 

Neuerungen gibt es in der Kantorei: Seit 2024 war Herr Kuhlo zusätzlich zu seinem Amt als Dekanatskantor in der Kantorei der Immanuel-Nazareth tätig und beeindruckte unsere Gemeinde mit seinem breiten Musikspektrum und seinen Konzerten. Wir wünschen ihm alles Gute in Quedlinburg! An seiner Stelle wird nun ab März Maria Ebersberger die Chorleitung übernehmen, herzlichen Glückwunsch!

Erfreuliches gibt es bei der Entwicklung unseres Bauprojektes Gemeindehaus: So belaufen sich die bisherigen Spenden nicht nur auf über 130.000 Euro, der Neubau „schlägt auch ein neues ökologisches Kapitel auf“, so berichtet der Grüne Gockel. 

Durch eine Sachspende bei der Speicherkunst-Auktion im April und als Näherin oder Näher bei der Fahne können Sie sich für unseren Neubau einbringen. 

Wie gewohnt informieren wir Sie über die Gottesdienste und hier besonders zu Ostern und Pfingsten, die Ökumenischen Exerzitien und den Weltgebetstag im März. Sie erfahren Näheres über Veranstaltungen in unserer Kirchengemeinde wie den Gemeindeausflug im Mai nach Dießen und über Geselligkeiten in den Nachbargemeinden. Auch über die Jugendarbeit und deren Projekte wie den Schwitztag und über die Veranstaltungen für unsere Jüngsten berichten wir in diesem Gemeindebrief.

Interessant werden auch wieder die Treffen 60+, Vorträge über Reisen in den Irak und nach Ägypten, das Chorkonzert „Tenebrae-Schatten“ von vox nova und die Veranstaltung des Kultursofas zum Thema Wehrdienst – Sozialdienst – Frieden – Sicherheit.

Zu allen Veranstaltungen sind Sie herzlich eingeladen. Wir wünschen Ihnen einen sonnigen Frühling und viel Freude bei der Lektüre.

 

Christina Gensch
für das Gemeindebrief-Team

 

Liebe Gemeinde,

 

die Kirche befindet sich seit jeher im Wandel. Schon die christliche Urgemeinde musste sich ständig neuen Herausforderungen stellen, als sie sich von einer kleinen Untergrundbewegung zu einer weltweiten Glaubensgemeinschaft ausbreitete.

Beispielsweise zeigt die Wahl der sieben Armenpfleger (Apg 6,1-7), auf die sich heute die Diakon*innen berufen, wie die ersten Christen ihre Gemeinschaft neu organisierten, um den Bedürfnissen aller gerecht zu werden. Kirche war von Anfang an auf Veränderung, Anpassung und gelebte Gemeinschaft angewiesen.

In der heutigen Zeit steht die Kirche erneut vor großen Veränderungen. Gesellschaftliche Werte wandeln sich, traditionelle Bindungen nehmen ab und viele Menschen stellen kirchliche Strukturen infrage. Dennoch bleibt der Kern der christlichen Botschaft bestehen. Jesus selbst spricht davon, dass nicht äußere Formen entscheidend sind, sondern die innere Haltung des Menschen: „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen“ (Mt 18,20). Dieses Wort macht deutlich, dass Kirche mehr ist als ein Gebäude oder eine Institution – sie ist eine Gemeinschaft von Glaubenden. 

Ganz nach jesuanischem Vorbild wird diese Gemeinschaft auch in unserer Jugendarbeit erfahrbar. Sie hat eine lange Tradition und schon bevor das Jugendhaus (bald 40 Jahre alt!) von verschiedenen Gruppen bevölkert wurde, haben sich in Immanuel bis zu 300 Jugendliche zur Teestube getroffen. Bis heute trifft sich die Jugend zum Feiern, Spielen und zum Austausch. Freizeiten gab es z.B. auf dem Huberspitz, in Norwegen, Holland oder der Tarnschlucht. Orte und Menschen haben sich in den letzten Jahrzehnten gewandelt, aber der Kern der christlichen Botschaft, wie Nächstenliebe und Toleranz, sowie gemeinschaftliche Erlebnisse prägen die Jugendarbeit noch heute. 

Wandel kann auch neue Wege eröffnen und die Jahreslosung soll uns Mut machen, Veränderungen anzunehmen und auch als Chance zu verstehen!

 

Johannes Beck

 

 

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