Aktueller Gemeindebrief

Liebe Leser*innen,

Sommer, die Weite des Meeres, Gemeinsamkeit mit Freunden, in Bewegung ... Kommen Ihnen auch solche oder ähnliche Gedanken, wenn Sie das Titelbild sehen? Das Foto von der Sommerfreizeit 2019 unserer Jugend drückt gut die derzeitige Stimmung und Erwartung aus, und so stecken auch in diesem Gemeindebrief viele Zukunftsgedanken, Ideen und Ankündigungen. Eine Aufforderung für einen mutigen Schritt nach vorn gibt das geistliche Wort, gefolgt von der Frage, wohin bewegt sich Kirche regional und überregional, wohin unsere eigene Gemeinde, wie und wohin startete die Kooperation mit dem Haus der Kulturen und Religionen in der Nazarethkirche? Aber jeder Blick nach vorne stützt sich zugleich auch auf Erlebnisse und Wertschätzung aus der Vergangenheit, und anlässlich der Verabschiedung von Martin und Marlene Sander lassen wir Erinnerungen Revue passieren. So viel mehr hätten die Autor*innen noch zu berichten gehabt, daher sei ihnen an dieser Stelle gedankt, dass sie Kürzungen zuließen. Werfen wir noch einmal einen Blick nach vorne auf die geplanten Veranstaltungen der kommenden Monate. Besonders auf die Kinder in der Gemeinde warten spannende Angebote, die Jugend erzählt von ihren ersten endlich-wieder-Unternehmungen, das bunte Kultursofa meldet sich politisch und gemeinsam mit dem Bücherbasar auch literarisch zu Wort, und gesungene Musik darf nun endlich in unseren Kirchen erklingen. Der Veranstaltungsteil in der Mitte des Heftes füllt einmal wieder vier Seiten mit Gottesdiensten und spirituellen, kulturellen und feierlichen Anlässen. Berichtet wird von neuen Nachbarn in der Gemeinschaftsunterkunft wie von Vertrautem in Bogenhausen, bevor sich unser Hausnummern-Nachbar, unser Diakonieverein, zu Wort meldet. Dieser Gemeindebrief schließt mit Erinnerungen an Dr. Hans-Eberhard Köpp und sein zukunftsweisendes Wirken in unserer Gemeinde. Ihnen allen viel Freude bei der Lektüre und einen hoffnungsvollen und gesunden Herbst!

Barbara Krohne für das Gemeindebriefteam 

Liebe Gemeinde,

die Welt verändert sich rasant, und wir erleben tiefgreifende Umbrüche in Arbeits- und Geschäftsmodellen. Viele Werkzeuge werden schnell obsolet, ausgesondert und durch neue ersetzt. Lassen Sie uns innehalten und fragen: Gab es jemals eine Zeit, in der dies nicht der Fall war? Heraklit, der griechische Philosoph, der über 500 Jahre vor Jesus Christus lebte, sagte: „Die einzige Konstante im Leben ist die Veränderung“. Dieses Zitat hat bis heute nichts an Gültigkeit eingebüßt. Tatsache ist, wenn es an Innovation und Kreativität in unserer Arbeit und unseren kirchlichen Aktivitäten mangelt, verpassen wir viele Chancen. Um relevant zu bleiben, sollten wir nicht nur neue Technologien nutzen, um unsere Produktivität zu steigern, sondern auch bewusst zu Agenten dieses Wandels werden. Der große Wandel durch Digitalisierung und künstliche Intelligenz könnte dazu führen, dass Individuen und Organisationen, einschließlich der Kirche, orientierungslos werden oder sich überwältigt fühlen. Jedoch geben Gottes Worte Trost und Ermutigung, wie z. B. beim 1. Jeremia 29,11: „Denn ich weiß, was ich mit euch vorhabe, spricht der Herr: Pläne, die euch zum Guten dienen und nicht zum Schlechten, Pläne, die euch Hoffnung und Zukunft geben.“ Wenn wir die allgegenwärtigen technologischen Veränderungen als Gottes Willen und Plan für seine Schöpfung erkennen, dann können die neuen Technologien der Kirche nur helfen, ihre Arbeit wirkungsvoller zu gestalten. Im ersten Schritt sollten wir in das Erlernen neuer Fertigkeiten investieren, mit der neuesten Technologie Schritt halten und effektive, nachhaltige Netzwerke aufbauen.

Eliphas Nyamogo